9. September 2013
Schnell mal auf den Spickzettel gucken, heimlich googeln oder beim Nachbarn abschreiben:
Schummeln gehört in Schulen zum Alltag. Psychologen der Universität Leipzig haben herausgefunden, dass die Bereitschaft zum Mogeln mit dem Alter der Schüler zunimmt. Im Interview gab nur jeder fünfte Sechstsklässler an, Schummeln in Ordnung zu finden. Bei den Zwölftklässlern waren es 80 Prozent. Die Forscherin Birgit Latzko glaubt, dass auch die Lehrer einen großen Einfluss haben. Sie suggerierten den Schülern, ob sie das Mogeln dulden oder nicht. Leider sei der Leistungsdruck für die Lehrer oft so hoch, dass sie es durchgehen ließen.
Die Schummel-Methoden hätten sich in den letzten Jahren aber kaum verändert. Nach wie vor würden Trinkflaschen präpariert oder Formeln auf Handflächen gekritzelt. Die raffinierteste Spickmethode, die die Forscherin jemals gesehen hat, sei eine als Spickzettel umfunktionierte Schokoladentafel gewesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)