9. September 2013

Forscher finden genetische Ursache für aktue Leukämie bei Kindern

Wenn ein Kind an akuter Leukämie (ALL) - also an Blutkrebs - erkrankt, liegt das daran, dass bestimmte Gene verändert sind.

Bisher wusste man aber nicht, um welche Gene es sich genau handelt. Forscher eines Krebszentrums der Universität Washington in den USA haben jetzt herausgefunden, welches Gen betroffen ist. Im Fachmagazin "Nature Genetics" schreiben sie, es handele sich um das Gen namens "PAX5". Den Forschern zufolge ist es dafür verantwortlich, B-Zellen zu bilden. Das sind weiße Blutkörperchen, die Antikörper bilden und wichtig für das Immunsystem sind.

Die Wissenschaftler meinen, dass es in Zukunft möglich sein könnte, die Genmutation zu verhindern. Wenn die Leukämie erblich sei, könne man das betroffene Gen verändern.

Und es gibt noch eine weitere Erkenntnis zu Leukämie bei Kindern. Forscher der Uni Magdeburg haben sich Krebs angeschaut, der nicht durch defekte B-Zellen, sondern T-Zellen verursacht wird. In ersten Versuchen fanden sie heraus, dass ein bestimmtes Eiweiß (YB-1) dazu führt, dass sich die Zellen unkontrolliert vermehren. Wurde das Protein entfernt, konnten sich die Leukämie-T-Zellen nicht weiter ausbreiten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)