9. September 2013
Wer was glaubt - das soll an französischen Schulen reine Privatsache sein.
Der französische Erziehungsminister Vincent Peillon hat deshalb eine Laizitäts-Charta für die Trennung von Staat und Kirche vorgestellt. Sie umfasst 15 Artikel. Die Regeln sollen künftig an allen öffentlichen Schulen in Frankreich aushängen. Zentraler Punkt ist die Religions- und Meinungsfreiheit. Das wird so ausgelegt, dass niemand durch das Zur-Schau-Stellen einer bestimmten Religion bedrängt werden soll. Schüler dürfen aus religiösen Gründen weder bestimmte Schulregeln noch die Teilnahme am Unterricht verweigern. Sie dürfen auch keine auffälligen religiösen Zeichen tragen.
Für die 8.800 katholischen Privatschulen in Frankreich gelten die Regeln nicht. Viele französische Muslime fühlen sich durch die Charta angegriffen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)