10. September 2013

"taz" veröffentlicht wegen verweigerter Autorisierung Rösler-Interview ohne Antworten

Wer dieses Interview liest, ist hinterher nicht schlauer als vorher.

Die "taz" hat heute ein Gespräch mit Philipp Rösler veröffentlicht - allerdings ohne die Antworten des FDP-Chefs. Das begründet Chefredakteurin Ines Pohl damit, dass das Interview von der FDP-Pressestelle nicht freigegeben wurde. Zwei Redakteurinnen der "taz" hatten mit Rösler über Steuerpolitik und Koalitionsstreit gesprochen. Außerdem ging es um seine asiatischen Wurzeln und das Thema Rassismus. Nach Angaben der Redaktion hat Rösler erstmal alle Fragen beantwortet. Bei der bei solchen Gesprächen üblichen Autorisierung wurde die Veröffentlichung der Antworten dann untersagt.

Pohl spricht von einem groben Bruch der gängigen Spielregeln. FDP-Sprecher Peter Blechschmidt sagte, Rösler sei durchaus bereit, über Persönliches zu sprechen. Allerdings hätten sich die Fragen auf das Thema Hass konzentriert - und in diesem Duktus sei die Parteizentrale mit dem Gespräch nicht einverstanden.

Hier der Link zum unvollständigen Rösler- Interview und der Erklärung der "taz"-Redaktion.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)