10. September 2013
Die einen sind fleißig und friedliebend, die anderen gefräßig und kriegerisch - und überleben können sie nur miteinander.
Das Zusammenleben der Schmarotzerameise Megalomyrmex symmetochus und der pilzzüchtenden Sericomyrmex-Ameise wirkt auf den ersten Blick unfair. Die Schmarotzer fressen sich in den Pilzgärten ihrer fleißigen Wirtstiere satt, knabbern sogar die Brut und die Königin der Pilzzüchter an. Aber sobald die Pilzzüchterameise von räuberischen Verwandten angegriffen wird, ist sie auf die Schmarotzer angewiesen. Denn diese sind die deutlich besseren Kämpfer.
Dänische Wissenschaftler haben das jetzt in ihren Experimenten bewiesen. Sie ließen Vertreter aller drei Ameisengruppen aufeinander los. Die Pilzzüchter verletzten die Räuber zwar, aber erst die Schmarotzer gaben ihnen den Rest. Sie formierten sich zu Kampfgruppen und vergifteten die verletzten Eindringlinge mit ihrem Stachel.
Ihre Ergebnisse haben die Forscher im Fachmagazin ("PNAS"|http://www.pnas.org/content/early/2013/09/04/1311654110.abstract?sid=1c74a171-59f8-436c-a06c-bb1e85bd0c58] veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)