10. September 2013

Hodengröe hat laut US-Forschern Einfluss auf Erziehungsverhalten

Zeige mir Deine Hoden, und ich sage Dir, ob Du ein guter Vater sein wirst.

So könnte man - etwas vereinfacht - das Ergebnis einer Studie von US-Wissenschaftlern zusammenfassen, die im Fachmagazin "PNAS" erschienen ist. Sie haben herausgefunden: Männer mit kleineren Hoden kümmern sich tendenziell intensiver um ihren Nachwuchs. Die Forscher haben 70 Väter von kleinen Kindern untersucht. Die Probanden wurden befragt, ob und wie viel sie sich an Aufgaben wie Windeln wechseln, waschen und füttern beteiligen. Außerdem wurden die Testosteronwerte der Männer gemessen. Ihre Hodengröße wurde per Magnetresonanztomografie ermittelt.

Die Forscher maßen auch ihre Hirntätigkeit, während die Männer Fotos von sich mit ihren Kindern betrachteten. Ergebnis: Je kleiner ihre Hoden waren, desto stärker reagierten sie auf die Fotos. Bei ihnen war nämlich eine Hirnregion besonders aktiv, die eine Rolle für das Belohnungssystem des Körpers spielt. Außerdem hatten die fürsorglicheren Männer durchschnittlich niedrigere Testosteronwerte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)