10. September 2013
Wenn es um die Bundestagswahl geht, ist Papier nicht gleich Papier.
Der Kreis Paderborn hat 225.000 Wahlzettel für den 22. September neu drucken lassen. Das Papier war nämlich möglicherweise zu dünn. Die Landeswahlleiterin beanstandete eine zu geringe "Opazität" der Stimmzettel. Das heißt: Auf dem Weg von der Kabine zur Wahlurne hätte durchscheinen können, wo der Wähler sein Kreuz gemacht hat.
In einem Erlass der Landeswahlleiterin stehen genaue technische Vorgaben für den Druck von Stimmzetteln. Die betroffenen Wahlzettel stammen aus einer Paderborner Druckerei. Der Hersteller des verwendeten Papieres sagt: Alle Vorgaben seien beachtet worden. Der Neudruck kostet 18.000 Euro. Wer die Rechnung bezahlen muss, steht noch nicht fest. Darüber wird es wohl Streit zwischen Juristen geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)