10. September 2013

"The Guardian": Mars One ignoriert die psychischen Belastungen für die Teilnehmer

Man stelle sich mal vor, man müsste in seiner 50-Quadratmeter-Wohnung leben - für immer.

Das schreckt die Bewerber für das Raumfahrtprojekt Mission Mars wohl nicht ab: Mehr als 200.000 Menschen wollen den Roten Planeten besiedeln. Der britische "Guardian" trägt mal zusammen, was die Teilnehmer auf einer Marsreise mit One-Way-Ticket vor allem erwartet: nämlich psychische Störungen. Dafür gebe es vier Ursachen: Die soziale Isolation, das Eingesperrtsein, der Verlust der Privatsphäre und das Fehlen psychologischer Betreuung. Schon einer dieser Faktoren könne normalerweise zu psychischen Störungen führen, die Kombination mache die Sache richtig gefährlich.

So haben etwa jahrelange Studien bewiesen, dass die soziale Isolation bei Astronauten zu Depressionen, Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Müdigkeit und emotionaler Instabilität führen könnten. Und die wussten, dass sie demnächst auf die Erde zurückkehren und hatten jahrelanges Training hinter sich.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)