10. September 2013

Österreichischer Migrationsforscher: "Wir haben ein Demokratieproblem."

"Wir haben kein Integrationsproblem, wir haben ein Demokratieproblem."

So beschreibt der Migrationsforscher Erol Yildiz von der Alpen-Adria-Universität die Lebenswirklichkeit in Österreich. Yildiz hat ein Buch veröffentlicht, mit dem er den Blick auf die positiven Seiten der Einwanderung lenken will. Darin schreibt er, dass viele Städte erst durch Migration entstanden sind und die Geschichte einer Stadt häufig eng verbunden ist mit der Lebensgeschichte von Einwanderern.

Die Integration in Österreich hält Erol Yildiz für eine Katastrophe. Viele Ausländer hätten keine Chance auf die österreichische Staatsbürgerschaft, auch wenn sie schon seit Jahrzehnten im Land lebten. Er glaubt, dass österreichische Politiker absichtlich so tun, als wäre die Einwanderung das dringendste Problem, um von anderen Dingen abzulenken, z.B. von der Korruption.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)