11. September 2013
Das Eis am Nordpol schmilzt möglicherweise schneller, wenn rundherum nach Öl gebohrt wird.
Ein internationales Forscherteam des IIASA hat berechnet, dass durch die Ölförderung am Nordpol mehr Rußpartikel in der Luft sind. 42 Prozent der Partikel dort kommen aus dem Gas, dass an Ölbohrtürmen verbrannt wird. In anderen Gegenden der Erde macht das verbrannte Gas nur drei Prozent der Rußpartikel aus.
Die Werte wurden an sechs Forschungsstationen gemessen und dann hochgerechnet. Die Wissenschaftler sehen in den winzigen schwarzen Partikeln einen zentralen Grund, warum sich der Nordpol viel schneller erwärmt als andere Erdregionen. Die Rußpünktchen lagern sich auf Eis und Schnee ab und absorbieren das Sonnenlicht stärker.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)