11. September 2013
Im "Rückspiegel" schauen wir nach Südamerika: In Chile putschte sich heute vor 40 Jahren das Militär an die Macht.
Wenige Jahre vorher war Salvador Allende in Chile zum Präsidenten gewählt worden - als erster Marxist überhaupt an die Spitze eines westlich geprägten Landes. Chile wurde damit nach Kuba zum zweiten Land auf dem amerikanischen Kontinent, das von einem Sozialisten geführt wurde. Für die USA bestätigte das eine Dominotheorie. Sie glaubten, dass Südamerika nach und nach in die Hände von Sozialisten fallen würde. Sie sabotierten deshalb die Politik von Allende.
Zum einen sorgten die USA zum Beispiel dafür, dass die Preise für Chiles wichtigstes Exportgut Kupfer fielen. Allende ging dadurch das Geld aus, um Reformversprechen zu erfüllen. Zum anderen soll der US-Geheimdienst CIA den Konflikt der politischen Gruppen in Chile befeuert haben, unter anderem mit dem Mord an einem General.
Am 11. September 1973 putschte schließlich das Militär unter General Augusto Pinochet. Präsident Allende nahm sich höchstwahrscheinlich das Leben. Pinochet regierte Chile fast 17 Jahre lang, politische Gegner wurden verfolgt und gefoltert. Tausende Menschen wurden in der Zeit der Militärregierung in Chile ermordet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)