11. September 2013
"Der Durchschnittsbürger und die politischen Repräsentanten verstehen sich nicht mehr" - davon ist der Wahlforscher Daniel Gardemin überzeugt.
Deshalb, so sagt er in einem Interview mit dem Evangelischen Pressedienst, gehen viele Menschen auch nicht wählen. Die Verdrossenheit über Politiker dürfe aber nicht mit politischem Desinteresse verwechselt werden. Der hannoversche Politologe sagt, es seien gerade die politischen Gründe, die viele Nichtwähler zur Stimmenthaltung trieben. Sie wählten ihre Stammpartei aus Enttäuschung nicht, gäben ihre Stimme aus Loyalität aber auch keiner anderen Gruppierung.
Gerade in unteren und mittleren Gesellschaftsschichten denken laut Gardemin viele Menschen, dass sich die Politik nicht mehr für ihre Belange interessiere. In den oberen Gesellschaftsmilieus sei die Wahlbeteiligung dagegen weiter hoch.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)