11. September 2013

See im ewigen Eis: Forscher finden Spuren von Leben

Kalt, dunkel, kein Sauerstoff.

So sind die Bedingungen in einem See unter einer dicken Eisschicht am Südpol.

Kann dort Leben existieren? Ja, sogar im Boden des Sees ist das möglich. Forscher des britischen "Antarctic Survey"-Instituts haben Proben am Lake Hodgson genommen, genauer gesagt: Sie haben durch das Eis und das Wasser bis ins Sediment gebohrt, mehr als 100 Meter tief.

Dort fanden die Wissenschaftler jede Menge DNA-Spuren. Die zeigen, dass selbst unter diesen extremen Bedingungen Mikroben und Bakterien leben können. Fast ein Viertel der DNA gehört sogar zu Lebensformen, die bisher unbekannt sind.

Der Lake Hodgson liegt seit mindestens 100.000 Jahren unter einer dicken Eisschicht. Durch den Klimawandel ist das Eis allerdings stark geschmolzen. Es ist nur noch etwa vier Meter dick. Dadurch war es für die Forscher überhaupt erst möglich, nach den Proben aus dem Untergrund des Sees zu bohren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)