11. September 2013

GIGA-Analyse: Warum ein Militärschlag gegen Syrien nicht gut wäre

Militär nach Syrien zu schicken ist einfach, das Land danach regieren und befrieden ist fast unmöglich.

So lautet eine Analyse des Hamburger GIGA-Instituts. Der Untersuchung zufolge würde ein Militärschlag den Krieg noch verlängern. Es sei quasi unmöglich, danach alle ethnischen und religiösen Gruppen an einen Tisch zu bekommen.

Der Autor der Analyse meint: Nur Diplomatie bringt etwas. Vor allem der Iran und Russland müssten dem syrischen Regime deutlich machen, dass es so nicht weitergeht. Dann müsse sich Syrien ein Beispiel nehmen am Nachbarland Libanon. Dort seien auch nach und nach Institutionen aufgebaut worden, die nicht von einzelnen Religionsgruppen beherrscht werden.

Der Krieg in Syrien ist nach Einschätzung des GIGA-Forschers von einem Aufstand zu einem Bürgerkrieg und mittlerweile zu einem Stellvertreterkrieg geworden: Die Nachbarländer kämpfen um regionale Macht, Sunniten und Schiiten um Glaubensfragen, der Iran und Israel im Atomstreit und die USA und Russland um weltweite Macht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)