11. September 2013
Stille Wasser sind tief, das wussten wir ja schon immer.
Es kann aber auch nur oberflächlich still sein und tief unten können sich gewaltige Wassermassen bewegen. Das haben Forscher der University of Washington jetzt entdeckt. Sie haben fast fünf Kilometer unter der Wasseroberfläche des Pazifischen Ozeans Wellen nachgewiesen, die höher sind als viele Wolkenkratzer, nämlich 250 Meter hoch bzw. tief.
Diese Wellen werden "innere Wellen" genannt. Die Wissenschaftler erklären, dass sie sich an der Grenze von zwei Wasserschichten mit unterschiedlicher Dichte bilden, sich manchmal über eine Stunde lang auftürmen um dann mehrere hundert Meter unter der Meeresoberfläche zu brechen. Laut den Forschern werden Nährstoffe im Ozean dadurch besser verteilt.
Den Forschern ist die Messung deshalb gelungen, weil sie einen speziellen Wellen-Jäger fünf Kilometer tief im Meer eingesetzt haben, der 30 Stunden lang die Meeresbewegungen gemessen hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)