11. September 2013

Australien: Dingos nicht für Verdrängung von Tasmanischem Teufel verantwortlich

Australische Forscher haben einen Volksglauben widerlegt - nämlich den, dass allein die Dingos für das Aussterben des Tasmanischen Teufels auf dem australischen Festland verantwortlich sind.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass Dingos vor etwa 4.000 Jahren nach Australien kamen. Seit 3.000 Jahren gibt es dort keine Tasmanischen Teufel mehr. Die gut 60 Zentimeter großen Tiere leben, wie der Name schon sagt, heute nur noch auf der Insel Tasmanien. Die Forscher schreiben jetzt im Fachmagazin "Ecology", dass das eine Ereignis wohl nur zufällig mit dem anderen zusammenfällt. Verantwortlich für das Aussterben der Tasmanischen Teufel sei wohl eine Klimaveränderung. Außerdem sei zu diesem Zeitpunkt die Aborigine-Bevölkerung rasant angestiegen.

Vollkommen unschuldig sind die Dingos aber wohl nicht: Die Forscher meinen, dass die Raubtiere die Zahl der Tasmanischen Teufel zumindest verringert haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)