12. September 2013
Jahrelang haben Forscher gerätselt, warum eine bestimmte Art der Urpferde eine andere Art verdrängen konnte.
Jetzt haben Wissenschaftler aus Bonn und Hamburg den Grund gefunden, warum das Urpferd Hippotherium ihre verwandte Art Anchitherium überlebt hat: Es hatte ein besonderes Gebiss. Die Forscher schreiben in der Fachzeitschrift "PLOS one", dass es deshalb bei der Nahrungssuche flexibler gewesen sei als seine älteren Verwandten. Es habe sowohl Gras als auch Laub und Früchte fressen können. Das fanden sie heraus, indem sie Kratzspuren auf den Zähnen und die Besonderheiten im Zahnschmelz analysierten.
Das Hippotherium, also das Urpferd mit dem besonderen Gebiss, war vor elf Millionen Jahren über die damals ausgetrocknete Beringstraße zwischen Alaska und Sibirien nach Asien und Europa eingewandert und hat das Anchitherium dann vollständig verdrängt.
Die Forscher schreiben, dieses Ergebnis zeige, dass eine kleine Verbesserung an den Zähnen in der Evolution der entscheidende Vorteil sein könne.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)