12. September 2013

Arabische Revolutionen: Frauenrechte nicht verbessert

Die Revolutionen im Mittleren Osten und in Nordafrika haben nicht dazu geführt, dass Frauen dort gleichberechtigter sind oder mehr an der Politik teilhaben.

Das zeigt eine Studie: der internationalen Hilfsorganisation "Care". Sie meint, es hätten sich zwar viele Frauen an den Revolutionen beteiligt, aber die patriarchalen Machtstrukturen seien bestehen geblieben. Der Grund: Die Gesellschaften seien oft sehr konservativ. In Ägypten stehe zum Beispiel in der neuen Verfassung, dass die Frau für die Familie da sei.

Das Hilfswerk macht Vorschläge, wie die Rolle der Frau verbessert werden könnte. Hilfsgelder zum Beispiel könnten an bestimmte Bedingungen geknüpft sein, zum Beispiel an eine Frauenquote. Außerdem sollten Frauengruppen besser miteinander vernetzt werden.

Für die Studie wurden mehr als 300 Frauen und Männer in Ägypten, Marokko, im Jemen und in den palästinensischen Gebieten befragt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)