12. September 2013
Beim Thema Fukushima versteht Japan keinen Spaß.
Das Land will sich offiziell in Frankreich über Karikaturen beschweren, die nach der Vergabe der Olympischen Sommerspiele 2020 an Tokio in der Satire-Zeitschrift "Le Canard enchaîné" erschienen sind. Auf den Bildern sind zum Beispiel Sumo-Ringer mit zusätzlichen Armen und Beinen abgebildet, die vor dem Atomkraftwerk von Fukushima kämpfen. Ein anderer Cartoon zeigt Menschen in Schutzkleidung an einem Pool.
Ein Sprecher der japanischen Regierung erklärte, die Werke verletzten die Gefühle der Menschen, die 2011 durch das Erdbeben und den Tsunami gelitten hätten. Die Zeichnungen vermittelten ein falsches Bild vom Reaktorunglück in Fukushima und seinen Folgen.
Tokio hat am Wochenende den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele bekommen. Der japanische Premierminister hatte dem Komitee versichert, dass für Tokio keine Strahlen-Gefahr bestehe. Die Anlage von Fukushima befindet sich etwa 230 Kilometer nördlich von Tokio.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)