12. September 2013
Für viele Eltern und Schüler ist sie die letzte Hoffnung - die Nachhilfe.
Doch was bringt sie überhaupt? Dieser Frage sind Schweizer Bildungsforscher nachgegangen. Sie befragten dafür 10.000 Schüler, von denen 17 Prozent Nachhilfe bekamen. Das erste Ergebnis ist wenig überraschend: In den entsprechenden Fächern verbesserten sich die Noten leicht.
Die Wissenschaftler stellten aber auch fest: Bei der Nachhilfe, die in Gruppen angeboten wurde, verschlechterte sich die Fähigkeit der Schüler, überlegt an Aufgaben heranzugehen und sie strukturiert zu lösen. Hatten sie dagegen Einzelunterricht, verbesserte sich diese Kompetenz. Hans Ulrich Grunder von der Universität Basel vermutet, dass die Schüler in den Gruppen keine Sicherheit aufbauen können. Das wirke sich dann darauf aus, wie man an Probleme herangehe.
Für die Bildungsforscher hat der Nachhilfeunterricht noch einen weiteren Haken: Dass es ihn überhaupt gebe, zeige, dass die Schule ihrem Auftrag, den Kindern das Lernen beizubringen, nicht voll nachkommt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)