12. September 2013

China Spitzenreiter bei Behandlung mit Infusionen

Wer in ein chinesisches Krankenhaus geht, sieht auf den Gängen viele Menschen mit Infusionsflaschen.

Laut einem chinesischen Ärzteverband hängen in keinem anderen Land der Welt so viele Patienten am Tropf wie in dem asiatischen. Dort werden jährlich rund zehn Milliarden Infusionen verschrieben, auch schon bei Kleinigkeiten wie einer Erkältung oder Sodbrennen. Damit liegt China viermal über dem weltweiten Verbrauch.

Das hat nach dem Ärzteverband auch Folgen - und zwar negative: Die Infusionen lösten bei manchen Patienten allergische Reaktionen aus oder seien überdosiert. Das führe jährlich zu fast 400.000 Todesfällen. Oft würden die Betroffen davor nicht ausreichend untersucht.

Die Ärztevereinigung vermutet, dass Infusionen in China so weit verbreitet sind, weil die Krankenhäuser damit mehr Gewinn machen als mit Tabletten und Spritzen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)