13. September 2013
In unserem Tagesthema sterben Dörfer - in unserer Rubrik "Spruchreif" geht es deshalb auch um den Tod. Unser Zitat dazu:
"Bis vierzig halten viele das Sterben für eine schlechte Angewohnheit der alten Leute, die sie selbst nichts angeht."
Die Zeilen stammen von dem deutschen Psychiater und Neurologen Oswald Bumke, der 1877 geboren wurde. Er schrieb sie in einem Brief an seinen Sohn, der im Zweiten Weltkrieg an der Front stationiert war. Bumke war damals auf seinem Gebiet einer der bekanntesten deutschen Wissenschaftler. In seinen Fachbüchern widmete er sich vor allem der Psychologie. Unter anderem war Bumke Rektor der Uni München; er leitete lange Jahre auch die Münchner Nervenklinik. Im Jahr 1923 wurde er von der russischen Regierung zu einem siebenwöchigen Aufenthalt in Moskau gebeten, um zusammen mit anderen Ärzten den erkrankten Lenin zu behandeln. Unter den Nationalsozialisten war er Mitglied der SS und gehörte dem NS-Lehrerbund an. Bumke starb 1950.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)