13. September 2013

US-Schüler werden an Schulen mit Anti-Mobbing-Programm trotzdem gemobbt

Das Ergebnis dieser Studie klingt erst mal paradox:

Schüler an Schulen mit Anti-Mobbing-Programm werden genauso häufig oder sogar öfter gemobbt als welche an Schulen ohne Programm. Das hat eine Kriminologin der Uni Texas in Arlington jedenfalls für die USA ermittelt. Sie hat Daten aus einer landesweiten Untersuchung mit gut 7.000 Schülern ausgewertet.

Ergebnis: Mehr als die Hälfte von ihnen fühlte sich schon mal körperlich oder emotional gemobbt - und das, obwohl deutlich mehr als 60 Prozent der Schulen Programme gegen Mobbing hatten. Die Wissenschaftlerin meint, das könne daran liegen, dass die Schüler aus den Kampagnen und Programmen schonmal die richtige Sprache lernten. Außerdem bekämen Täter genau mit, was sie ihren Eltern und Lehrern sagen müssten, um keinen Ärger zu bekommen. Als Lösung schlägt die Forscherin vor, neben dem Präventionsunterricht auch Wachpersonal einzustellen und Metalldetektoren anzuschaffen.

Die Ergebnisse sind im "Journal of Criminology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)