13. September 2013
Das Zahnrad gilt als Musterbeispiel dafür, was die Menschheit an toller Technik hervorgebracht hat.
Die Natur ist aber schon vorher drauf gekommen. Biologen der britischen Unis Cambridge und Oxford haben beobachtet, dass junge Zikaden Zahnräder an ihren Hinterbeinen haben. Sehen kann man die Strukturen aber nur unterm Mikroskop. Die Käferzikaden sind selbst schon nur rund sieben Millimeter groß. Und es sind auch nur die jungen Insekten, die Nymphen, die Zahnräder besitzen.
Bei den Tierchen sind die Hinterbeine über Zahnräder aus Chitin verbunden - das verhindert, dass sich ein Bein früher bewegt und der Sprung schief wird. Das kann sonst übel ausgehen - die Zikaden springen mit einer Geschwindigkeit von fast vier Metern pro Sekunde. Die erwachsenen Tiere haben allerdings keine komplexe Mechanik mehr - bei ihnen läuft alles über einfache Reibung. Die Forscher vermuten, dass die Zahnräder auf Dauer zu leicht kaputtgehen und blockieren. Bei den Nymphen wird das noch repariert, wenn sie sich häuten - bei den älteren aber nicht mehr.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)