13. September 2013

Zu viel CO2 im Wasser: Nahrungskette in den Ozeanen könnte reißen

Zu viel Kohlenstoffdioxid ist nicht nur schlecht fürs Klima.

Es lässt auch die Ozeane auf der Erde versauern. Was das für Folgen haben kann, untersuchen in mehreren Langzeitexperimenten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel. Ein Ergebnis: Das viele CO2 könnte die Nahrungskette im Meer reißen lassen.

Grund ist, dass bestimmte Kleinstlebewesen durch mehr Kohlendioxid sich stark vermehren. Die Lebewesen gehören zur Gruppe des Planktons und das ist in den Ozeanen die Futterbasis für die Tiere. Die Experimente der Meereswissenschaftler haben aber gezeigt: Wenn sich die eine, winzige Planktonart stark vermehrt, verdrängt sie andere, größere Arten. Gerade die sind aber wichtig für die Nahrungskette.

Und noch etwas hat das Experiment vor der Küste Spitzbergens gezeigt. Wenn das Miniplankton sich zu stark vermehrt, entsteht weniger Dimethylsulfid. Das ist ein Gas, das gegen den Klimawandel arbeitet. Dimethylsulfid sorgt nämlich dafür, dass Wolken entstehen und das wiederum verhindert, dass sich die Erdoberfläche zu stark aufheizt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)