13. September 2013
Nur weil es mehr Waffen gibt, werden nicht mehr Menschen erschossen - das behauptet die "National Rifle Association" in den USA.
Die These der Waffenlobbyisten haben Wissenschaftler aus Boston jetzt widerlegt. Sie werteten Daten aus über 30 Jahren aus und stellten fest: Je mehr Menschen Waffen besitzen, desto mehr Tötungsdelikte mit Schusswaffen gibt es auch. Das lässt sich sogar in konkreten Zahlen ausdrücken. Steigt die Zahl der Waffen um einen Prozentpunkt, nimmt die Zahl der Tötungsdelikte um 0,9 Prozent zu.
In den USA wird seit dem Amoklauf in einer Grundschule in Newtown im vergangenen Jahr wieder stärker über Waffenbesitz diskutiert. Die Wissenschaftler sagen, dass es rein theoretisch auch möglich ist, dass die Menschen dort, wo viele Leute erschossen werden, besonders viele Waffen kaufen - weil sie Angst haben. Deshalb wollen sie jetzt noch weiter forschen.
Die Studie ist im "American Journal of Public Health" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)