16. September 2013
Sex mit Kindern soll ohne Strafe bleiben.
Diese Forderung tauchte Anfang der 80er Jahre in Parteiprogrammen der Grünen auf. Wer hinter solchen pädophilen Initiativen stand, dass soll der Parteienforscher Franz Walter von der Uni Göttingen herausfinden. Die Grünen haben ihn selbst damit beauftragt.
In der "taz" zieht Walter jetzt eine Zwischenbilanz. Er kritisiert, dass von den damals Beteiligten keiner versuche, die Hintergründe zu erklären. Das gilt seiner Ansicht nach auch für ehemalige Mitglieder der Jungen Liberalen. Auch die hatten 1980 gefordert: "Keine Bestrafung der freiwilligen Sexualität", auch nicht mit Kindern. Erklären lässt sich das nach Einschätzung des Parteienforschers mit einem naiven Liberalisierungsdrang, der ausblendet, was sexueller Missbrauch für die Opfer bedeutet.
Was die Grünen angeht, kommt noch ein zweiter Aspekt dazu. In ihrer Gründungsphase übernahmen die Grünen nämlich teilweise einfach Forderungen anderer Gruppen, um sich als Sammlungsbewegungen zu etablieren. So war es auch im Fall von Jürgen Trittin. Der war 1981 als Student verantwortlich für ein kommunales Wahlprogramm. Die Forderung "Keine Strafe für freiwilligen Sex mit Kindern" kam in diesem Fall von einer Gruppe, die für die Rechte von Homosexuellen eintrat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)