16. September 2013

Krankhaftes Aufschieben: Moderne Arbeitswelt verführt zum Vertagen von Aufgaben

"Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen."

Dieses Sprichwort sollten wir uns am Arbeitsplatz wieder öfter ins Gedächtnis rufen. Denn die moderne Arbeitswelt verführt viele Menschen dazu, unangenehme Tätigkeiten aufzuschieben, wie die Marburger Psychologin Stephanie Mehl erklärt. In der Fachwelt nennt man diese Störung "Prokrastination", umgangssprachlich auch Aufschieberitis. Besonders Schüler und Studenten seien davon betroffen, wenn sie langfristig lernen oder umfangreiche Hausarbeiten schreiben. Wie im Studium bekomme man heutzutage auch an vielen Arbeitsplätzen oft nur Ziele vorgegeben, müsste sich aber selber strukturieren. Perfektionismus, Versagensangst oder impulsives Verhalten würden die Störung begünstigen. Insgesamt leiden 15 bis 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland unter Prokrastination.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)