17. September 2013

Spruchreif: Marie von Ebner-Eschenbach zu Händen

Hier das Zitat des Tages - passend zum Thema Hände. Es stammt von Marie von Ebner-Eschenbach und lautet:

"Lieber von einer Hand, die wir nicht drücken möchten, geschlagen, als von ihr gestreichelt werden."

Die österreichische Schriftstellerin gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählerinnen des 19. Jahrhunderts. Sie stammte dem katholischen Adelsgeschlecht Dubsky ab und nahm schon als Kind über Theaterbesuche und lange Lesestunden in Bibliotheken am kulturellen Leben teil. Mit achtzehn heiratete sie ihren Cousin Freiherr Moritz von Ebner-Eschenbach, der ihren Wunsch unterstützte, selbst zu schreiben.

Ihre ersten Dramen fanden kaum Beachtung, doch ihr Kurzroman "Boena" wurde in der Zeitung "Deutsche Rudnschau" abgedruckt. Der Durchbruch gelang ihr mit ihren Aphorismen und den "Dorf- und Schlossgeschichten", die auch ihre bekannteste Novelle "Krambambuli" enthielten. In späteren Werken und Dramen schilderte sie oft die ihr vertraute Welt der Aristokratie und eröffnete damit ein neues poetisches Gebiet, worin sie viele Nachahmer fand. Ihre Absicht war, in ihren Büchern Sittlichkeit und Humanismus zu vermitteln.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)