17. September 2013
Wer reich ist, kommt in unserem Hochschulsystem weiter, wer arm ist, auch. Auf der Strecke bleiben die dazwischen.
Das meint der ehemalige Juraprofessor und Präsident der Rektorenkonferenz George Turner. Im "Handelsblatt" schreibt er, dass reichen Menschen Privatschulen und private Hochschulen offenstehen. Arme Menschen werden staatlich gefördert und bekommen Bafög. Was aber, wenn man gerade so über dem Bafög-Satz liegt? Turner meint, dass gerade diese gesellschaftliche Schicht massiv benachteiligt ist. Es gebe zwar Stipendien, aber für durchschnittliche Studenten seien auch die nicht zugänglich. Laut Turner kommen arme Studenten, die unterdurchschnittlich viel leisten, weiter als durchschnittlich verdienende Studenten mit durchschnittlichen Fähigkeiten. Turner meint, die Mitte habe im Bildungswesen keine Lobby. Das sei ein Problem, das die Politik lösen müsse.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)