17. September 2013
In unserer Rubrik Wortschatz schauen wir uns - passend zum Tagesthema, in dem es um Links- und Rechtshänder geht - eine Redensart an. Warum sagt man, dass etwas "Hand und Fuß" hat?
Damit ist umgangssprachlich gemeint, dass zum Beispiel ein Vorhaben gut vorbereitet oder gut durchdacht ist. Die Redewendung stammt aus dem Mittelalter. Ursprünglich bezog sie sich auf den Körper eines Menschen, der nicht verstümmelt war. Man konnte sich also auf die Person verlassen - anders als auf eine verstümmelte Person, die als hilflos galt. Für Männer war es damals besonders schlimm, wenn ihnen die rechte Hand und der linke Fuß fehlten. Sie konnten dann nämlich weder ein Schwert führen noch ein Pferd besteigen. Deshalb war es lange eine Bestrafung, Menschen diese beiden Körperteile abzuhacken.
Im heutigen Sinne wird "Hand und Fuß haben" seit dem 16. Jahrhundert verwendet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)