18. September 2013

Erbgut eines Sibirischen Tigers zum ersten Mal entschlüsselt

Zum ersten Mal haben Wissenschaftler die DNA eines Sibirischen Tigers vollständig entschlüsselt.

Die Forscher eines südkoreanischen Instituts berichten in einer Fachzeitschrift ("Nature Communications"), dass sie die Erbgut-Analyse anschließend mit der anderer Raubkatzen verglichen haben - und zwar unter anderem mit den Genen eines weißen bengalischen Tigers, eines afrikanischen Löwen und eines Schneeleoparden.

Die Untersuchung ergab, dass die Raubtiere eine Reihe gemeinsamer genetischer Eigenschaften haben - zum Beispiel die, die für ihre große Muskelkraft verantwortlich sind und für die Fähigkeit, fast ausschließlich Fleisch als Nahrung zu verdauen. Die Forscher wiesen aber auch Unterschiede nach, die etwa dafür sorgen, dass das Fell eine andere Farbe hat.

Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Gen-Daten beim Schutz und Erhalt der Raubkatzen helfen. Im Moment wird die Zahl frei lebender Tiger auf bis zu 4.000 geschätzt. Der Studie zufolge wird es die Tiere ohne bessere Schutzmaßnahmen bald nicht mehr in freier Natur geben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)