18. September 2013

Schüchterne Meisen haben wenige Freunde

Bei den Vögeln ist es wie bei den Menschen: Schüchterne haben wenige, dafür aber gute Freunde. Die Extrovertierten dagegen viele, aber vielleicht nicht sehr stabile Kontakte.

Das haben Vogelforscher aus Großbritannien und Australien herausgefunden, als sie die sozialen Netzwerke von Kohlmeisen untersuchten. Dabei schauten sie sich sowohl den Charakter der Tiere als auch das Verhalten innerhalb einer Gruppe an verschiedenen Futterstellen an. Die Forscher fanden heraus, dass die kühnen, offensiven Vögel immer viele Artgenossen um sich hatten und ihre Futtergemeinschaften öfter wechselten. Die schüchternen Kohlmeisen blieben dagegen über lange Zeit in derselben Gruppe.

Nach Ansicht der Forscher ergeben beide Verhaltensweisen Sinn. Wer öfter die Gruppe wechsele, sei zum Beispiel besser informiert, wo es das beste Futter gebe. Die schüchternen Vögel blieben dagegen zusammen, um die offensiveren Vögel zu vermeiden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)