18. September 2013
Die Gemeine Schlammschnecke fürchtet nicht nur gefressen zu werden, sondern auch einen Sonnenbrand.
Die Schnecke hat ein Gehäuse mit dunklen Flecken - bei manchen sind es ein paar, andere Schnecken sind komplett dunkel gefärbt. Bislang dachten Wissenschaftler, dass es sich um unterschiedliche Arten handelt. Schwedische Forscher haben aber herausgefunden, dass die Schnecken mit der Färbung auf Umweltbedingungen reagieren.
Die Wissenschaftler setzten Schnecken, die vorher zusammengelebt hatten, unterschiedlichen Bedingungen aus. Diejenigen, die mit UV-Licht bestrahlt wurden, entwickelten eine dunkle Färbung, aber nur wenige Muster. Diejenigen, die nur von Räubern bedroht wurden, bekamen dagegen Flecken mit vielen Mustern und damit eine gute Tarnung. Für Schnecken, die beiden Risiken ausgesetzt waren, wurde es dagegen kompliziert. Sie versuchten Färbung und Musterung zu kombinieren. Dieser Kompromiss funktioniert aber offenbar nicht gut: Nach Ansicht der Forscher werden sie dadurch zu einer leichten Beute.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)