18. September 2013
Sie sind besonders wichtig, aber gerade das kann für sie lebensgefährlich werden.
Rothirsche sind nach Erkenntnissen von Forschern der Universität Wien im Winter besonders gefährdet, wenn sie einen hohen Rang haben. Bei den Hirschen sei der Stoffwechsel höher, wenn sie sozial dominierten. Das liegt wohl daran, dass sie im Rudel auch bei guten Futterplätzen bevorzugt werden.
Im Winter wird das den Hirschen zum Verhängnis. Dann müssen sie - wie viele andere Wildtiere auch - mit weniger Futter auskommen und ihren Energiebedarf runterfahren. Hirsche sind in der Lage, dazu ihre Stoffwechselrate zu verringern.
Gerade den ranghohen Rothirschen gelingt das nach den Ergebnissen aus Wien aber weniger gut als rangtieferen Tieren. Diese haben dann am Ende bessere Chancen, den Winter zu überstehen.
Die Wiener Tiermediziner schreiben über ihre Forschung im Magazin "Physiological and Biochemical Zoology".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)