19. September 2013
Toxoplasmose-Erreger können kleine Mäuse ziemlich mutig machen.
Ein Forscher der Universität Berkeley in Kalifornien hat herausgefunden, dass die Erreger bei Mäusen dafür sorgen, dass ihre Angst vor Katzen schwindet. In einem Fachmagazin ("PLOS ONE") berichtet er, dass die Toxoplasmose-Erreger das Verhalten langfristig verändern - auch, wenn die grippeähnlichen Symptome schon wieder abgeklungen sind. Für Katzen und Krankheitserreger ergibt sich daraus eine Win-Win-Situation: Die Katzen kommen leichter an eine Mäuse-Mahlzeit - und die Toxoplasmose-Erreger kommen so in den Katzenkörper. Das ist der einzige Ort, an dem sie sich vermehren und weiterverbreiten können.
Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die hauptsächlich Katzen befällt. Sie kann bei ihnen Durchfall hervorrufen - später sind die Katzen meist immun dagegen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen sind bei PLOS ONE veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)