19. September 2013
Wenn die Anzahl von Haien an Riffen abnimmt, kann das den Korallen dort schaden.
Das hat ein australisch-kanadisches Forscherteam herausgefunden. In einer Fachzeitschrift ("PLOS ONE") beschreiben sie eine Art Kettenreaktion, die der Haifischfang an Riffen auslöst. Wenn es weniger Haie gibt, fressen sie weniger kleine Raubfische. Wenn es von denen zu viele gibt, verspeisen sie zu viele pflanzenfressende Fische wie beispielsweise Papageifische. Das ist nicht gut, weil die Papageifische Algen fressen, die junge Korallen überwuchern können. Zusammengefasst: Weniger Haie, mehr Algen.
Die Wissenschaftler hatten zwei unbewohnte Riffgebiete an der Nordwest-Küste Australiens untersucht. In beiden erfassen sie seit fast 20 Jahren die Population einzelner Fischarten.
Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden in PLOS ONE veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)