19. September 2013

UNO-Experten: Malawi-Museum in Ägypten größtenteils geplündert

Leere Vitrinen, zerbrochenes Glas und Asche.

Dieses Bild zeigte sich Experten der Vereinten Nationen im Malawi-Museum im ägyptischen Konya. Sie berichten, dass Diebe die Unruhen im August genutzt haben, um 600 von insgesamt gut tausend Ausstellungsstücken zu entwenden. Schon im August hatte das die Generaldirektorin der UNO-Organisation für Bildung und Kultur, Irina Bokowa, befürchtet. Nach Berichten über Plünderungen sagte sie, der Schaden für die Geschichte und die Identität des ägyptischen Volkes sei nicht wieder gut zu machen.

Experten der UNO sind den Berichten jetzt nachgegangen und haben Kirchen und Museen in Ägypten abgeklappert. Im Malawi-Museum waren tausende Jahre alte Statuen, Schmuck und Tonarbeiten verschwunden. Die Mumien waren den Eindringlingen offenbar zu schwer - die wurden deshalb angezündet. Das Malawi-Museum ist bekannt für seine archäologische Sammlung aus 3.500 Jahren Geschichte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)