19. September 2013
Das Zitat des Tages:
"Man soll die Kritiker nicht für Mörder halten. Sie stellen nur den Totenschein aus."
Diesen Satz soll der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki gesagt haben. Der 1920 im polnischen Wloclawek geborene Sohn eines jüdischen Fabrikanten flüchtete aus dem Warschauer Ghetto und überlebte den Holocaust. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er zunächst als Schriftsteller und für den polnischen Geheimdienst. 1958 verließ er das Land und startete seine Karriere bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als Rezensent. Sein Urteil über Arbeiten deutscher Schriftsteller war oft maßgebend. Einem breiteren Publikum wurde er durch die Fernsehsendung Literarisches Quartett bekannt. Marcel Reich-Ranicki starb gestern im Alter von 93 Jahren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)