19. September 2013

US-Uni sperrt Forscherin wegen ethisch umstrittener Versuche mit chinesischen Kindern

Chinesische Kinder wurden als Versuchskaninchen für die Forschung missbraucht.

So lautete im vergangenen Jahr der Vorwurf an die Autoren einer Studie zu gentechnisch modifiziertem Reis. Die Forscher der Tufts Universität in Boston hatten zeigen wollen, dass die Sorte "Golden Rice" gut für Kinder zwischen sechs und acht Jahren ist. Die Umweltorganisation Greenpeace warf den Forschern aber vor, den Kindern potenziell gefährliche Stoffe verabreicht zu haben. Viele Chinesen waren empört - mehrere chinesische Wissenschaftler wurden bestraft. Jetzt hat auch die Bostoner Uni nachgezogen. Sie hat der Versuchsleiterin zwei Jahre lang Experimente mit Menschen verboten und Seminare verordnet. Ein Untersuchungsbericht der Uni räumt außerdem Fehler ein. Es sei kein Ethikkomitee in China konsultiert worden, außerdem habe man bei den Einwilligungserklärungen geschlampt.

Die Studie sollte beantworten, ob Kinder ihren Vitamin-A-Bedarf mit "Golden Rice" decken können. Jedes Jahr erblinden bis zu eine Million Kinder, weil sie zuwenig Vitamin A zu sich nehmen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)