19. September 2013
Für einen Arzt ist es oft schwierig, auf den ersten Blick zu unterscheiden, um was es sich denn handelt - Grippe oder Erkältung.
Das liegt daran, dass Bakterien und Viren zunächst einmal ähnliche Symtome hervorrufen. Im schlechtesten Fall wird dann ein Virus mit Antibiotika behandelt, was nicht hilft. Forscher aus Durham in den USA melden jetzt, dass sie in einem Test mit rund 100 Probanden erstmals erfolgreich per Gentest festellen konnten, ob die Patienten mit Viren oder Bakterien infiziert waren. Dabei gingen sie nach eigenen Angaben indirekt vor: Die Immunzellen reagieren je nach Infektionsart anders - die beiden Erregertypen aktivieren dabei unterschiedliche Gene im Körper. Das lasse sich in der Gen-Signatur sichtbar machen, schreiben die Forscher.
Das Verfahren müsse jetzt noch an mehr Patienten geprüft und damit zuverlässiger gemacht werden. Wenn es Standard würde, meinen die Forscher, könnten viele unnötige Einsätze von Antibiotika vermieden werden. Ob die Kosten für einen Gen-Test dazu eigentlich im Verhältnis stehen, darüber schreiben die Forscher allerdings nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)