19. September 2013

"Gebrochenes Herz" gibt es wirklich - neue Diagnosemethode entwickelt

Nicht nur unglücklich Verliebte kennen ein "gebrochenes Herz", auch Kardiologen ist es bekannt - allerdings als lebensbedrohliches Syndrom.

Weil sich die Symptome vom "gebrochenen Herzen" mit denen von Herzinfarkten überschneiden, bringen bis jetzt nur Herzkatheteruntersuchungen Klarheit. Forscher aus Hannover und Zürich haben jetzt herausgefunden, dass "gebrochene Herzen" anhand des Bluts der Patienten erkannt werden können. Dabei achten die Forscher auf das Muster der RNA, der Ribonukleinsäure im Blut. Daran können sie erkennen, ob es sich um einen Herzinfarkt handelt. Weitere Studien sollen das Nachweisverfahren bestätigen.

Bei dem Syndrom handelt es sich um eine Funktionsstörung des Herzmuskels. Sie tritt plötzlich ein - meist nach emotionalen Belastung wie dem Tod nahestehender Personen oder Mobbing. In den ersten Stunden ist die Erkrankung gleich gefährlich wie ein Herzinfarkt. Nach ein paar Wochen regeneriert sich der Herzmuskel meistens aber wieder.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)