20. September 2013

Zahl der Demenzkranken wird sich bis 2050 mehr als verdreifachen

Weil die Zahl der älteren Menschen steigt, wird es es auch immer mehr Demenzkranke geben.

Nach dem neuen Weltalzheimer-Bericht werden es bis zum Jahr 2050 mehr als drei mal so viele sein wie jetzt - insgesamt 115 Millionen Patienten. Und die Autoren der Studie warnen: Die Gesundheitssysteme seien dafür nicht gerüstet. Es fehle an Langzeit-Strategien und Finanzpolstern. Schon heute kostet die weltweite Pflege und Behandlung von Demenzkranken dem Bericht zufolge etwa 450 Milliarden Euro. Angehörige und Freunde hätten bereits große Schwierigkeiten mit der Pflege.

In Deutschland werden noch zwei von drei Demenzkranken zu Hause betreut. Die Deutsche Alzheimergesellschaft glaubt nicht, dass das so weitergeht. Die Gründe: Es gebe immer weniger Kinder, die die Pflege übernehmen könnten. Außerdem steige die Zahl der älteren Singles. Gebraucht würden deshalb mehr ambulante Dienste oder Pflegeheime.

Zurzeit leben in Deutschland etwa 1,4 Millionen Menschen mit einer Demenz. Für das Jahr 2050 gehen Fachleute von drei Millionen Betroffenen aus, von denen rund jeder Dritte mehr als 90 Jahre alt ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)