20. September 2013
Was Forscher da im All entdeckt haben, könnten die Folgen eines riesigen Unfalls sein.
Die Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching haben sich den sogenannten Coma-Haufen mithilfe von Röntgen-Satelliten näher angeschaut. Er besteht aus vielen kleinen Galaxien, die zum Teil wie Arme angeordnet sind.
In der Fachzeitschrift "Science" berichten die Physiker, dass diese Arme entstanden sind, als mehrere kleine Galaxiehaufen mit dem großen Coma-Haufen zusammenprallten. Beim Verschmelzen sei dann wohl Gas entstanden, so bildeten sich die Arme. - Wie bei einem Flugzeug, das am Himmel einen Kondensstreifen aus Wasserdampf hinter sich herziehe.
Die Arme des Coma-Haufens sind nach Einschätzung der Wissenschaftler 300 Millionen Jahre alt. Um sie zu durchqueren, bräuchte man hunderttausende Lichtjahre.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)