20. September 2013

Liebe und Drogen - neurologische Forschung belegt Parallelen

Vielleicht haben wir es gewusst - Liebe und Suchtkrankheit haben mehr gemeinsam, als man es sich wünschen möchte.

Ein Tübinger Wissenschaftler liefert dazu einmal mehr neurologische Belege. Er schob Probanden in einen Kernspintomographen - alle um die 25 Jahre alt und nach eigenen Angaben schwer verliebt. Dann zeigte er ihnen Bilder ihres Partners und zeichnete die Hirnaktivitäten auf.

Es wurden den Angaben zufolge vier Bereiche aktiv, die üblicherweise für das Belohnungssystem zuständig sind. Über sie wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Hirnregionen, die mit Angst und kritischer Bewertung in Verbindung gebracht werden, seien weniger durchblutet worden als üblich.

Verliebte sind also euphorisch und kritiklos - genau wie Suchtkranke, wenn es um ihre Droge geht. Genau das ist dann auch das Problem bei Liebeskummer: Das Gehirn reagiert wie bei Drogensüchtigen, die auf Entzug sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)