23. September 2013
In unserem Rückspiegel schauen wir heute genau 40 Jahre zurück. Am 23. September 1973 wurden in Deutschland die Notrufnummern 110 und 112 freigeschaltet.
Angefangen hat alles mit einem kleinen Jungen. Björn Steiger ist acht Jahre alt, als er von einem Auto angefahren wird. Der Krankenwagen braucht eine Stunde, bis er da ist - der Junge stirbt. Seine Eltern gründen daraufhin eine Stiftung, die sich für ein besseres Notrufsystem einsetzt.
Die Stiftung finanzierte zuerst Funkgeräte in Krankenwagen. Außerdem schaffte sie es, den Notruf kostenlos zu machen. Bis dahin musste man an vielen Notruftelefonen noch passende Münzen einwerfen. Die Stiftung testete ein komplettes Notrufsystem auf eigene Kosten im Norden von Baden-Württemberg. Im September 1973 war dann auch die Politik überzeugt und beschloss ein nationales Notrufsystem.
Die Nummer 111 gibt es übrigens nicht, weil man diese Zahlenfolge für zu anfällig für Fehler hielt. Man befürchtete, dass diese Nummer zu oft aus Versehen gewählt werden könnte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)