23. September 2013
Von wegen nur Fiktion: Nach Ansicht eines Zukunftsforschers treffen viele Autoren von Science-Fiction-Romanen mit ihren Visionen die Realität von morgen.
Laut Bernd Flessner von der Uni Erlangen-Nürnberg zeigt sich im Rückblick, dass sie dabei auch Experten in ihren Prognosen hinter sich lassen. Als Grund macht der Wissenschaftler deren Tunnelblick aus. Die Experten seien oft betriebsblind und wüssten vor allem, was im Moment alles nicht geht. Science-Fiction-Autoren dagegen hielten sich mit Detailfragen gar nicht erst auf und hätten mehr das große Ganze im Blick. Außerdem müssten sie sich nicht auf einen konkreten Zeitpunkt festlegen und könnten ihrer Fantasie bei der Erfindung neuer Technologien freien Lauf lassen - dadurch träfen sie sehr häufig ins Schwarze.
Laut Flessner haben Autoren schon vor mehr als 100 Jahren heutige Smartphones ziemlich genau beschrieben. Und auch Roboter liefen in der Literatur schon auf zwei Beinen umher, als Wissenschaftler dies noch jahrzehntelang für unmöglich hielten.
Heutige Science-Fiction-Autoren gehen laut dem Forscher von einer sehr starken Verschmelzung von Mensch und Maschine aus. Die Fortschritte in der Gentechnik spiegelten sich in der Literatur im perfektionierten Menschen und in komplett künstlich erzeugten Lebensformen wider.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)