23. September 2013

Eisbären verändern ihre Essgewohnheiten - und nehmen mehr Schadstoffe auf

Der Klimawandel hat ihre Essgewohnheiten verändert - und ob das schadet, kann noch keiner sagen.

Das ist der Schluss, den dänische und kanadische Forscher aus ihren Studien über Eisbären ziehen. Die Wissenschaftler hatten dazu Fettgewebeproben von Tieren untersucht, die zwischen 1984 und 2011 geschossen worden waren. Die Fettsäuren enthalten Informationen über das, was die Eisbären in ihrem Leben so gefressen haben. Demnach stellten sie sich nach und nach von der Eismeer-Seerobbe auf Arten um, die eigentlich in südlicheren Gebieten heimisch sind - wie die Sattel- und die Mützenrobbe.

Interessanterweise seien die Folgen davon zunächst positiv: Die jüngeren Proben wiesen auf eine allgemein bessere Gesundheit der Eisbären hin. Sorgen macht den Forschern aber, dass die neue Diät auch eine höhere Schadstoffbelastung mit sich bringt. Denn die südlicheren Robbenarten leben näher an Gewässern, die von Industrieländern genutzt werden.

Die Studie ist im Fachmagazin "Global Change Biology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)