23. September 2013
Die Bundestagswahl 2013 ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich.
Nicht nur, dass die FDP zum ersten Mal nicht mehr im Bundestag vertreten ist: Überhaupt haben es die kleinen Parteien schwer gehabt. Dieses Mal gingen so viele Stimmen wie noch nie seit Einführung der Fünf-Prozent-Hürde an Parteien, die es nicht in den Bundestag geschafft haben.
15,7 Prozent des Wahlergebnisses entfallen auf FDP, die Alternative für Deutschland, die Piraten und 27 Kleinstparteien. Alle diese Stimmen haben keine Relevanz für die Zusammenstellung des neuen Bundestages. Deshalb hatte es für Angela Merkel fast für eine absolute Mehrheit gereicht.
Der Bremer Parteienforscher Lothar Probst glaubt, dass es mittlerweile viele Wähler gibt, denen ein bestimmtes Anliegen besonders wichtig ist. Zum Beispiel Tierschutz, Familienpolitik oder Freiheit im Internet. Wer von einem Thema überzeugt sei, der fände es auch nicht schlimm, wenn seine Partei unter fünf Prozent landet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)