23. September 2013
1.000 Tote bei einer Überschwemmung, da muss man einfach etwas spenden.
Was bei solchen Meldungen oft übersehen wird ist, wie viele Menschen die Naturkatastrophe überlebt haben und tatsächlich dringend Hilfe und Geld brauchen.
Damit haben sich Forscher der Rotterdam School of Management beschäftigt. Im Fachmagazin "Psychological Science" schreiben sie, dass bei Naturkatastrophen in letzter Zeit etwa 9.300 Dollar pro Totem gespendet wurden. Die Zahl der Menschen, die verletzt oder obdachlos wurden oder die Zahl der hungernden Menschen nach der Katastrophe habe dabei so gut wie keine Rolle gespielt.
Die Wissenschaftler wollen, dass bei Meldungen über Naturkatastrophen nicht abstakt von "Betroffenen" geredet wird, sondern konkret von "Obdachlosen" oder "Hungernden". So könne mehr Geld für die wirklich Bedürftigen zusammenkommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)